Johann Andreas Schmeller

Seit dem Sommer 2003 trägt die Schule den Namen des bedeutenden bayerischen Sprachforschers Johann Andreas Schmeller.

Schmeller wurde 1785 in Tirschenreuth geboren.

Seine Lehr- und Wanderjahre führten ihn nach Spanien und in die Schweiz, wo er Kontakt mit Pestalozzi suchte und eine Musterschule betrieb.

Er versuchte sich als Erfinder, nahm an den Freiheitskriegen teil und zog 1815 als Oberleutnant mit der Königlich Bayerischen Armee in Paris ein.

1816 nach München zurückgekehrt, widmete er sich sprachwissenschaftlichen und philologischen Studien. Im Schloss von Ismaning wirkte er 1826 als Hauslehrer eines Sohnes der Beauharnais/Leuchtenberg. 1829 wurde er Bibliothekar an der Kgl. Hof- und Staatsbibliothek. Dort katalogisierte er in wenigen Jahren die ca. 25.000 Handschriften. Sie waren im Zuge der Säkularisation aus ganz Bayern nach München verbracht worden. Diese Tätigkeit, für die Schmeller ein völlig neues System entwickelte, gilt noch heute als geniale bibliothekarische Leistung.

In diesem Zusammenhang sind auch seine zahlreichen Ausgaben altdeutscher Texte (wie der Carmina Burana) zu sehen – Pionierleistungen der Germanistik, deren Begründer Schmeller neben den Brüdern Grimm ist.

Vor allem aber haben ihm die Mundarten Bayerns (1821) und das Bayerische Wörterbuch (1827 – 1837) als Erforscher der Mundarten bleibenden Ruhm eingetragen.

Er starb 1852 in München.

(nach: "Zur Person" der Schmeller-Gesellschaft in Tirschenreuth")