Deutsch-polnischen Jugendaustausch: Natürlich sind wir mit dabei

Im letzten Schuljahr besuchten uns unsere polnischen Austauschschüler - jetzt flogen wir nach Polen, um unsere Freunde in Skala nahe Krakau zu besuchen.

Bestes Spätsommerwetter zum Empfang, Unterricht in Polnisch - glücklicherweise oft übersetzt ins Englische oder Deutsche - ein Stadtrundgang am Schulort, große Gastfreundschaft, wohin wir auch kamen, schnell gewöhnten wir uns ein.

Die alte Königsstadt Krakau war echt cool. Die Marienkirche beeindruckte mit dem berühmten gotischen Schnitzaltar des Nürnberger Bildhauers Veit Stoß und durch die kunstgeschichtliche Führung unserer begleitenden Kunstlehrerin. Wawel, die Burg, mit der Kathedrale, der Besuch im Museum unter der Stadt mit archäologischen Funden aus dem Mittelalter und die Besichtigung des alten Teils einer der ältesten europäischen Universitäten rundeten unsere Eindrücke ab. Klar, dass noch Zeit blieb für umfangreiches Shoppen ...

Dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte wichen wir auch nicht aus: Der Besuch im von den Deutschen im damals besiegten und besetzten Polen errichteten Vernichtungslager in Auschwitz-Birkenau. Recht schweigsam ging 's
zum Bus zurück.

Musste das etwa gefühlte 10.000 km umfassende Wandern im Nationalpark wirklich sein? Unser begleitenden Lehrer, ein echter Sportlehrer, der täglich so fünf sechs Marathons hinlegt, meinte: "Ja." Also sahen wir - was gar nicht so übel war - etliche erstaunliche Höhlen mit verblüffenden Formen von Stalakmiten und Stalaktiten.

Zu schnell waren die Tage rum. Zu schnell mussten wir das schöne Kleinpolen und unsere Freunde wieder verlassen, um wieder in Ismaning die Schulbänke zu drücken. Schön, dass es die deutsch-polnischen Schülerbegegnungen gibt!