Offene Schule - aktuelle Schule: Gespräche mit jungen Flüchtlingen

Politik geht auch uns etwas an. Nicht die abstrakte, sondern die konkrete. Die, die Menschen unmittelbar betrifft: die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts wurde genau das thematisiert. Nicht abstrakt, sondern konkret - eben in der Begegnung mit jungen Leuten aus Eritrea.

Gemeinsame Gespräche, gemeinsam gestaltete Plakate brachten die Flüchtlinge und die Zehntklässler näher an ein wechselseitiges Verstehen. Die Plakate übrigens werden im Bürgersaal ausgestellt. Dort findet für die Öffentlichkeit eine Ausstellung zum Thema statt.

Es sind die extrem instabilen politischen Verhältnisse, die existenzbedrohenden Unsicherheiten, die Verfolgungen aus den unterschiedlichsten Gründen, die die Menschen zur Flucht treiben.

Europa und vor allem Deutschland erscheinen den Flüchtlingen als sichere Häfen, in denen es möglich ist, befreit zu leben. Für uns eine nicht mehr erwähnenswerte Selbstverständlichkeit, für die Menschen, die sich unter lebensgefährlichen Strapazen zu uns aufmachen, der Traum vom sicheren Leben.

Es gibt sie nicht, die "abstrakten Flüchtlinge". Es gibt einzelne Menschen, die sich aufgemacht haben, ihrem voraussehbaren Schicksal in ihren Heimatländern zu entkommen.

Und wie stehen wir dazu? Diese Frage durchzog den Tag der Begegnung.