Besuch des NS-Dokumentationszentrums München

Der Nationalsozialismus sowie der Zweite Weltkrieg und dessen Folgen sind bedeutende Inhalte des Geschichtsunterrichts der 9. Jahrgangsstufe. Die Schülerinnen und Schüler sollen versuchen, nachzuvollziehen, wie es radikalen Kräften und ihren gewaltbereiten Anhängern gelang, die Faszination der Massen zu gewinnen und die breite Akzeptanz für ihre verbrecherischen Ziele zu nutzen.

Individuelle Verantwortung, Möglichkeiten des Widerstandes, der unfassbare, staatlich organisierte Massenmord an den Juden und die verheerende Bilanz des Zweiten Weltkrieges, all dies sind Aspekte der nationalsozialistischen Zeit, die für die Jugendlichen nur schwer greifbar sind, da sie ihre eigene Lebenswelt – zum Glück – nicht betreffen.
Um dennoch einen Zugang zu diesen wichtigen Themen zu schaffen, der über die Thematisierung im Unterricht hinausgeht, besuchten 9. Klassen das NS-Dokumentationszentrum in München.

Bei sehr informativen Führungen durch geschultes Fachpersonal wurde die gesamte Zeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis hin zur Kapitulation am Ende des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegsordnung beleuchtet. Die Geschehnisse in Bayern standen hierbei ganz besonders im Fokus. Anschließend hatten die Jugendlichen die Gelegenheit zum eigenständigen Rundgang durch die Räumlichkeiten. Nachdenklich und sprachlos, diese Adjektive beschreiben die Stimmung der meisten am Ende dieses Schultages.